Mein Rückblick 2016

Oh je. Wenn ich auf die letzten zwölf Monate zurück blicke weiß ich ehrlich gesagt nicht mit welchem Wort ich die Geschehnisse zusammenfassen soll. Von der politischen Weltlage fang ich erst gar nicht an, dafür würde der Blog nicht ausreichen. Also beschränke ich mich auf mich…

Das Jahr begann direkt mit etwas wundervollem… dem Beginn meiner Hormonersatztherapie. Gleichzeitig war ich aber auch schon seit einem Monat aus depressiven Gründen krankgeschrieben, was sich noch bis September hinzog. Hoch und runter, wie eine Achterbahn, so kann ich meine Stimmung beschreiben die mich nun über das Jahr verteilt begleitete. Naja, durch das Estradiol und einem Antiandrogen welches ich seid dem nun täglich zu mir nehme, veränderte sich meine Depression zwar, aber sie verschwand nicht. Sie kam nun in Blöcken, abwechselnd mit Glücksgefühlen und der Freude darüber wie sich mein Körper langsam veränderte. Also, mal hatte ich ein paar Wochen Ruhe, manchmal auch nur ein paar Tage bis sich das tiefe schwarze Loch wieder auftat und mich verschlucken wollte.

Im Februar begann ich meine Fantasy-Reihe nun endlich mal voll und ganz in Angriff zu nehmen und den ersten Teil zu vollenden. Durch meine „neuen“ Interessen, die sich während meiner weiter anhaltenden Pubertät sehr veränderten und meine Gedanken auch einfach mädchenhafter und sensibler wurden, entwickelte ich aus einer Abenteuergeschichte für Erwachsene ein Fantasy-Jugendbuch. Diese körperliche Entwicklung, die ich seitdem durchmache, half mir sehr dabei dieses Buch zu schreiben. Denn ich begann mich plötzlich für Dinge zu interessieren denen ich bisher immer abneigend gegenüber stand. Mit Tieren hatte ich zum Beispiel nie was am Hut – bloß weg mit denen. Aber jetzt find ich die total süß, egal welche, und möchte irgendwann auch selbst ein Haustier. Eine Katze, hihi. Eine lange Zeit wollte ich auch keine Kinder, jetzt unbedingt. Das sind solche Veränderungen die in meinem Kopf stattgefunden haben. Auch was für Bücher ich am liebsten lese oder welche Filme schaue ich im Kino so… hat sich auch gedreht. Nach vierunddreißig Jahren.

Wenn ich jetzt zurückblicke bin ich echt froh das ich die ersten acht Monate meiner zweiten Pubertät für mich hatte, und nicht noch zusätzlich mit Arbeit, oder in meinem Fall Schule, belastet war. So konnte ich mich voll und ganz auf mich konzentrieren. Vor allem weil nicht alles rosig war… Für einige Wochen begleitete mich Appetitlosigkeit, dann wollte ich unbedingt einen männlichen Partner, den ich mit Nachdruck gesucht hab. Was glücklicher Weise nicht geklappt hat. Ab Juni traten die depressiven Phasen aufgrund der erhöhten Estradioldosis wieder häufiger auf, was mir den Sommer mehr oder weniger versaut hat. Dann kam der September und ich musste eine Entscheidung treffen: Mit der Umschulung weiter machen oder nochmal drei Monate warten? Mit der Rohfassung meines Buches war ich nun fertig und konnte mich auf anderen Stoff konzentrieren, dazu hatte ich seit einigen Wochen wieder bessere Tage. Also beendete ich die Krankphase. Was ein Fehler war, denn ich hatte große Probleme wieder rein zu kommen, bzw mich auf den Stoff einzulassen. Wieder kamen regelmäßig Tage dazu an denen es einfach nicht ging und ich wieder daheim blieb. Energielose Antriebslosigkeit war es in erster Linie, die mich hinunter zog und absolut nichts neues in mein Hirn kommen lies. Ende Oktober änderte sich dies.

Wieder bekam ich eine höhere Estradioldosis, wodurch sich mein Antrieb und Stimmung ordentlich verbesserte. Es ging wieder. Statt eine depressive Phase pro Woche, nun nur noch einmal pro Monat. Dann geschah noch etwas, was mein schwarzes Loch schloss… Ich hab mich verliebt. Und zwar volle Kanne. So ganz ungezwungen und ungesucht lernte ich meine Freundin Rebecca via eines sozialen Netzwerkes kennen und verliebte mich in sie, so wie sie sich in mich. So war es um uns geschehen und das Jahr konnte trotz Pech und Pannen doch noch glücklich enden.

Fazit: In Sachen Liebe verlief dieses Jahr schleppend, aber ich fand sie am Ende dann doch…meine große Liebe fürs Leben. Beruflich lief es eher in die Länge gezogen, abweisend mit Hindernissen, um letzten Endes doch die Kurve zu kriegen. Ich habe viele neue Leute kennenglernt, neue Bekannte…aber auch neue Freunde.  Meine Pubertät jährt sich nun zum ersten Mal und ich bin damit wie sie sich bisher entwickelt hat sehr zufrieden. Physisch so wie auch psychisch. Vor allem physisch…was meine Freundin gern bestätigt 🙂

Also ein Jahr das sich mit vielen positiven wie auch negativen Ereignissen sehr dahin zog. Trotzdem verlief es echt schnell. Mal sehen wie 2017 wird…

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